Kristina Karg`s Sailing Blog

Bald startet das nächste härteste Rennen der Welt - Wie alles begann


VO 60 beim Race - Sie können dabei sein! - Foto: Angelika Susenburger
VO 60 beim Race - Sie können dabei sein! - Foto: Angelika Susenburger
Was in der Leichtatlethik der Marathon und im Automobilsport die Rallye Paris-Dakar ist im Segelsport das Volvo Ocean Race.

Am 29. Oktober starten erneut mutige Crews zum härteten Rennen der Welt - 9 Monate auf 20 m Schiff unter unvorstellbar harten Bedingungen.

Wie hat die neue Ära des Segelsports begonnen?

Die Legende wurde in einem Pub in Southampton geboren. 1972 kreierte die königliche Marine Segel-Association gesponsort vom britschen Brauerei-Imperium Whitbread das Whitbread-Round-the-World-Yacht-Race. Am 8. September 1972 liefen in Southampton 17 Yachten aus 7 Nationen zur längsten Regatta der Welt aus. Dabei waren die unterschiedlichsten Bauarten wie die 1936 gebaute legendäre deutsche Yacht Peter von Danzig und die noch während des Rennes von der Crew verzweifelt montierte Burton Cutter aus Großbritannien.

Unter den Aktiven waren so erfahrene Bauwassersegler, wie der britische Weltumsegler Chay Blyth, Studenten vom Akademischen Segelverein in Hamburg, Werftarbeiter aus Gdansk ohne Segelerfahrung auf der polnischen Yacht Otago und die französiche Segellegende und geniale Yachtkonstrukteur Eric Tabarly. Die französichen Lebenskünstler auf der Kriter ließen sich zu jeder Mahlzeit einen ordentlichen Schluck guten Weines munden, die Crew der luxuiösen Yacht des 50jährigen mexikanischen Millionärs Ramon Carlin genoss wegen der Kühltruhen an Bord Mahlzeiten aus frischem Fleisch, beklagte sich jedoch, dass sie wegen der Alkoholabstinenz des Skippers nur 6 Flaschen Wein am Tag genehmigt bekam und der Brite Aislie ließ die von Guiness gesonsorten 1500 Dosen lieber zunächst im Hafen zurück.

Ein guter Rat von Walt Disney


Kennen Sie Ihre Träume? Leben Sie Ihre Träume? Menschen können sehr unterschiedliche Träume von Ihrem Leben haben. Wichtig ist nur, dass sie sich derer bewusst sind und sie leben.
Posted by Kristina Karg, on Sunday February 27, 2011 at 23:53 | Comments (0)

7 Inseln in 2 Wochen - mit allen Winden


Kanaren im Januar - Auf dem Atlantik
Die „Mona Lisa“ liegt erwartungsvoll im Hafen von Puerto Mogan. Skipper Christoph erwartet seine Gäste. Ein großes Taxi kommt und die Crew ist komplett. Die Kojen werden belegt, die Segelsachen in der gut ausgestatteten Bavaria 46 Cruiser verstaut. Schnell ist der Einkauf gebunkert. Auch die Lieferung von notwendigen Ersatzteilen klappte hervorragend.
Die Crew besteht aus erfahrenen Seglern, die schon das eine oder andere Mal zusammen gesegelt sind. Der Abend klingt bei einem gemeinsamen Abendessen bei „Jack Negro“ aus. Als kanarische Spezialität gibt es die kleinen Kartoffeln mit Mojo Sauce, Scampi in Öl, Kaninchen vom Grill oder Seezunge. Ein kulinarisches Feuerwerk ergießt sich der Crew. Auf dem Weg in den Hafen kommen die Segler an einer Bar vorbei, der Chef singt aus vollem Halse spanische Lieder, begleitet von seiner Gitarre. Tolle Stimmung lädt zum Verweilen ein, und für einen Spaß sind Segler immer zu haben.
Unser erster Segeltag. Der Skipper hat eine moderate Strecke geplant, nur von Puerto Mogan nach Las Palmas. Das Schiff ist super vorbereitet, das Wetter stimmt! Es ist der 16. Januar, Sonne und 24 Grad lassen das Sommergefühl aufleben. Doch was macht der Wind? Im Internet sagt der „WINDFINDER“ 2‐3 Windstärken an, der spanische Wetterbericht spricht von 4 bis 5, tatsächlich weht der Wind mit 24 bis 28 Konten, also 6 bis 7 Windstärken. Die "Mona Lisa" schneidet elegant die Welle, sie ist in ihrem Element.
Posted by Kristina Karg, on Monday February 21, 2011 at 02:25 | Comments (0)

In den Winterlagern und Werften laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Ende März startet die Segelsaison auf der Ostsee.


Die Segelsaison steht vor der Tür
Wegen der Frostgefahr auf der Ostsee werden die Segelyachten im Winter aus dem Wasser gekrant und auf riesige Böcke gestellt. Meist wird auch der Mast im Winter abgenommen. Nun ist Zeit für Reparatur- und Wartungsarbeiten. Die Segel werden für die neue Saison sorgfältig durchgesehen und ggf. beim Segelmacher repariert. Das Unterschiff wird gereinigt und mit Antifouling gegen Bewuchs geschützt. Die Zeit bis zum Saisonstart vergeht jedes Jahr wie im Flug.

Einige Schiffe treten im Herbst eine lange Reise bis auf die Kanaren oder in die Karibik an, wo Segelbegeisterte das ganze Jahr über Spaß haben können.

Aber mit den ersten Sonnenstrahlen locken die heimischen Gewässer.

Wir eröffnen unsere Segelsaison am 25. März traditionsgemäß mit der Frühlingsregatta von Rügen nach Warnemünde. Im Herbst waren zum Saisonabschluss 88 Segler dabei. Zugelassen sind wie immer sowohl Skipper mit Ihrer Crew als auch Einzelsegler.

Posted by Kristina Karg, on Monday February 7, 2011 at 21:17 | Comments (0)

Der Weg aus Lappland im Norden Finnlands ist weit. Über die Ostsee steigen der Weihnachtsmann und Rudolf das Rentier zum Sieger der Herbstregatta auf eine Segelyacht um.


Der Weihnachtsmann ist unterwegs - unter Segeln mit unserem Regattasieger
In diesem Jahr hat sich der Weihnachtsmann früh auf den Weg gemacht. Noch bevor wie im letzten Winter sogar weite Teile der offenen Ostsee zufrieren, wurden der Weihnachtsmann und Rudolf schon nahe der deutschen Küste gesichtet.

Damit alle Kinder am Weihnachtsabend glücklich sind, hat der Sieger der Herbstregatta 2010 - Christoph Lorenz den eiligen Transport übernommen.

Rudolf ruht inzwischen etwas im Vorschiff aus. Morgen früh zum Sonnenaufgang geht er in Breege auf Rügen gestärkt an Land und übernimmt wieder den Schlitten...

Frohe Weihnachten für alle!
Posted by Kristina Karg, on Wednesday December 22, 2010 at 00:52 | Comments (0)

Wollen Sie segeln oder wollen Sie ein Schiff besitzen?


Ein Segler, der 6 Monate lang das Mittelmeer oder die Ostsee erkunden will oder im Ruhestand den gesamten Sommer auf dem Schiff verbringen möchte, wird sicher ein Schiff kaufen. Sie kennen Ihr Schiff genau und statten es so aus, wie Sie es am liebsten mögen.

Segler, die ein, zwei, drei Wochen im Jahr segeln wollen, können ebenso ein Schiff chartern.
Charterschiffe sind im Gegensatz zu einem eigenen Schiff sehr günstig.
Das Schiff ist gereinigt und gewartet, wenn Sie an Bord kommen. Sie sparen viel Zeit.
Sie können ohne Aufwand in wechselnden Revieren segeln - Rügen, Elba, Mallorca, Karibik.
Winterlager? Antifouling? Neue Segel? Ölwechsel? Brauchen Sie alles nicht.
Charteryachten sind oft spartanischer ausgestattet. Wer sich auskennt, findet jedoch auch ein hochwertiges Schiff mit aufwendiger Ausstattung.

Selbst im Binnenland gibt es unzählige Möglichkeiten ein Schiff zu chartern.

Mancher Segler wählt auch einen Kompromiss aus Eigentum und chartern - das Kaufchartermodell. Sie kaufen eine Yacht und geben diese einem Vercharterer Ihres Vertrauens in Charter. Das Schiff soll sich über die Vercharterung finanzieren. Als Schiffseigner können Sie mit Ihrem Schiff selbstverständlich selbst segeln. Bei dem Modell bedenke man jedoch, dass diees Schiff nun ein Charterschiff ist, und von vielen Skippern gesegelt wird.
Posted by Kristina Karg, on Thursday December 16, 2010 at 00:37 | Comments (0)

Traumurlaub unter weißen Segeln durch türkisblaues Meer - Segeln mit Hotelkomfort


Segeln in der Karibik - St. Maarten - British Virgin Islands
Lange weiße Sandstrände vor flachen Koralleninseln und hohe Vulkaninseln mit immergrünen Regenwäldern, Palmen, kristallklares Wasser, bunte Holzhäuser und die besondere Lebensfreude der Menschen entlang des 1500 km langen Inselbogens der Kleinen Antillen machen die Karibik zu einem der attraktivsten Reiseziele. Für Segler ist der stets wehende Passatwind interessant.

Zum Start der Yachtreise holt das Beiboot die Gäste direkt am Flughafen Simpson Bay Lagoon im südlichen Teil von St. Maarten ab. St. Maarten mit dem berühmten Heineken Yacht Club und vielen Marinas ist ein Zentrum des Yachtsportes in der Karibik. Nach dem Willkommen durch den Kapitän und einem einheimischen „Presidente“-Bier gibt es ein leckeres Welcome-Dinner.

Schon früh am nächsten Morgen segeln wir hinaus in die Karibische See nach Norden. Lange segeln wir durch das berühmte Türkisblau der Karibik. Auf Anguilla, einer flachen, schmalen, von Korallenriffen umgebenen Insel abseits des Massentourismus genießen wir die feinen, weißen Sandstrände. Nach dem Abendessen und Baden vor Dogs Island, einer Privatinsel gleiten unter vollen Segeln in eine sternenklare Nacht, während im Kielwasser Meeresplankton leuchtet.... Doch was war das eben? Irgend etwas ist gegen das Deckshaus geklatscht. "Fliegende Fische", sagt Adriaan, der blonde Bootsmann aus Südafrika, "letzte Woche haben wir am Morgen 11 Stück aufgesammelt".
Posted by Kristina Karg, on Saturday December 4, 2010 at 01:41 | Comments (0)

Wenn draußen der erste Schnee fällt, ist die richtige Zeit sich bei frisch gebackenen Vanillekipfeln am Kamin sitzend an die schönsten Segelgeschichten der Saison zu erinnern.


Der Heiratsantrag - Geschichten aus der Segelsaison
Unsere rührendste Geschichte war wohl der Heiratsantrag. Eine Dame bestellte einen Exklusiv-Segeltörn für 2 und äußerte dabei einige Sonderwünsche für den Segeltag. Auf dem Schiff wollte sie ihrem Liebsten einen Heiratsantrag auf dem Meer vor Warnemünde machen. Das Paar lebte schon lange zusammen. Bislang hatte er sich gegen die Ehe gesträubt und sie hatte erfahren, dass er sie liebte aber wohl niemals fragen würde. Falls Sie ihn heiraten wolle, müsste Sie ihn also fragen.
Sie hatte lange überlegt, wie sie ihm auf romantische Weise einen Heiratsantrag machen könnte, und sich für eine Flaschenpost auf der Segelyacht entschieden. Der Tag wurde vereinbart. Der Skipper war eingeweiht. Sie würden auf das Meer hinaus segeln und eine Flaschenpost finden.

An jenem Tag herrschte jedoch bewegte See. Es dauerte nicht lange, und die Seglerin wurde seekrank. Ihrem Liebsten ging es blendend. Er hatte einen herrlichen Segeltag.

Die Mssion war nicht einfach. Der Skipper sprach der Seglerin immer wieder Mut zu. Aber noch traute sie sich nicht mit flauen Magen und der Pütz in der Hand auch noch den Mut für die alles entscheidende Frage aufzubringen.

Endlich, als die Yacht schon bald wieder in den Hafen segelte, und der Skipper ihr nochmals verschwörerische Zeichen gab, nahm sie allen Mut zusammen. Der Skipper ließ die Flasche unbemerkt ins Meer gleiten. Der Bräutigam in spé fand die Flaschenpost, öffnete die Flasche, las die Nachricht - und war gerührt. Er nahm den Heiratsantrag mit einer Träne im Auge an und küsste sie lange.

Im Hafen ging ein glückliches Paar an Land.

Sie freuen sich schon darauf im nächsten Jahr ihren Jahrestag an Bord zu feiern.

Posted by Kristina Karg, on Friday December 3, 2010 at 00:16 | Comments (0)

Ein herrliches Schiff, leckeres Essen und Musik für gute Laune - meine Lieblingsversion von Sonntagen in Berlin


Was tut man, wenn man das Wasser liebt und in einer Stadt mit tausend Brücken lebt? Da ich unter Segeln auch Freiheit und einen weiten Horizont verstehe und weniger damit anfangen kann, nach wenigen Minuten das andere Ufer erreicht zu haben, verbringe ich meine Sonntage in Berlin nicht beim Segeln.

Mein idealer Sonntag in der Stadt beginnt um 11 Uhr an Bord meines Lieblingsschiffes - der Solon - einem Solarkatamaran. Nur mit den Geräuschen des Wassers - ganz ohne Dieselmotor fühlt es sich fast wie auf einem Segelschiff an. Es fehlt nur die Kraft von Wind und Wellen, die man an einem gemütlichen Sonntag auch einmal entbehren kann.

Es riecht nach frischem Kaffee. Am Buffet locken zum Frühstück je nach Appetit knackige Croissants oder frische bunte Salate in kleinen Gläsern.

Aber das Beste ist die Musik. Wenn sich beim Jazzbrunch Ines Weber auf der Klarinette und Bernd Gesell auf dem Kontrabass lachend gegenseitig bei Blue Bossa inspirieren, bleibt kein Gesicht mehr grimmig und es dauert nicht lange, bis das ganze Schiff mit dem Fuß wippt und in fröhlicher Stimmung ist. Zwischendurch genieße ich die Ruhe und lasse mich mit einen Glas Prosecco verwöhnen, während die Stadt langsam vorüber gleitet.
Posted by Kristina Karg, on Tuesday August 24, 2010 at 19:22 | Comments (0)

Erzählen Sie ihm eine wahre Geschichte:


Ihr Mann lässt Sie nicht ans Steuer?
Ein Ehepaar geht mit einem befreundeten Fotografen ohne Segelerfahrung an Bord. Man will einen Tag vor der Küste segeln. Der Fotograf freut sich auf schöne Fotos.
Die Frau hat nie gelernt das Steuer zu bedienen oder ein Mann-über Bord-Manöver zu fahren. Schließlich fährt der Mann ja auch das Auto.
Draußen auf dem Meer geht der Mann auf das Vorschiff um ein Segel zu richten. Eine plötzliche Welle lässt ihn straucheln. Er fällt über Bord. Die verbleibende Crew ist nicht in der Lage den Mann zu retten. Der Frau gelingt es einen Notruf über Funk abzusetzen. Das Schiff mit den beiden Crewmitgliedern wird gerettet. Die Leiche des Mannes wird nach einigen Tagen am Strand gefunden.
In den Tagen des Grauens, des Schocks und der Trauer kamen sich die Frau und Fotograf nahe und wurden ein Paar. Später wurde vor Gericht verhandelt, ob es sich um einen Unfall oder um Mord handelte.

Ich bin überzeugt, dass es ein Unfall war. Ohne Übung hatten die beiden nicht die geringste Chance den Mann zu bergen.
Posted by Kristina Karg, on Tuesday August 24, 2010 at 19:16 | Comments (0)
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