Nicht nur Herbie Hancock, von dem dieses Zitat stammt, wurde von Clare Fischer, dem Komponisten,
Arrangeur und Pianisten, stark beeinflusst.
Fischer, der in Grand Rapids, Michigan, Musik studierte, bezeichnete sich selbst als jemand, der sich
zu allen möglichen Musikgenres hingezogen fühlte, also etwa zu Latin, Klassik, oder Jazz.
Schon früh in seiner Karriere arbeitete er als Pianist und Musikleiter bei den Hi-Lo's, bevor er auf
Dizzy Gillespie traf und für dessen "A Portrait of Duke Ellington" arrangieren konnte.
Clare Fischer nahm bereits 1962 Bossa Nova-Platten auf, begann seine Reihe mit außerordentlich
starken Trioaufnahmen und Big Band-Platten und hat bis heute über 50 Aufnahmen eingespielt.
Zu seinen bekanntesten Kompositionen zählen die beiden Stücke "Pensativa" und "Morning".
Der mehrfache Grammygewinner hat Arrangements geschrieben für so unterschiedliche Künstler
wie Cal Tjader, George Shearing, Diane Schuur, Nat King Cole, Prince, Michael Jackson, Spike Lee,
Joao Gilberto, Branford Marsalis, oder Chaka Khan.
Gestern verstarb Clare Fischer im Alter von 83 Jahren.
27.01.12
Matthias Kirsch
b[
zu allen möglichen Musikgenres hingezogen fühlte, also etwa zu Latin, Klassik, oder Jazz.
Schon früh in seiner Karriere arbeitete er als Pianist und Musikleiter bei den Hi-Lo's, bevor er auf
Dizzy Gillespie traf und für dessen "A Portrait of Duke Ellington" arrangieren konnte.
Clare Fischer nahm bereits 1962 Bossa Nova-Platten auf, begann seine Reihe mit außerordentlich
starken Trioaufnahmen und Big Band-Platten und hat bis heute über 50 Aufnahmen eingespielt.
Zu seinen bekanntesten Kompositionen zählen die beiden Stücke "Pensativa" und "Morning".
Der mehrfache Grammygewinner hat Arrangements geschrieben für so unterschiedliche Künstler
wie Cal Tjader, George Shearing, Diane Schuur, Nat King Cole, Prince, Michael Jackson, Spike Lee,
Joao Gilberto, Branford Marsalis, oder Chaka Khan.
Gestern verstarb Clare Fischer im Alter von 83 Jahren.
27.01.12
Matthias Kirsch
b[
Posted by Matthias Kirsch, on Friday January 27, 2012 at 09:46
Anfang der 90er Jahre lud der Plattenboss, Musikmanager und Produzent Siggi Loch in Montreux zur Gründung seines damals neuen Labels ACT Music ein.
Schon damals war der charsimatische Gitarrist Nguyen Le mit dabei, der bis heute dem Label die Treue gehalten hat.
Und so geht es mit vielen anderen Künstlern auch.
Grund genug also, jetzt das 20jährige Jubiläum zu feiern. Und zwar sowohl mit einer Tour durch Deutschland's schönste Hallen, bei der gleich
mehr als ein halbes Dutzend der ACT-Künstler auf einer Bühne stehen werden, als auch mit einer Clubtour und ausgesuchten Konzerten etwa
von Ulf Wakenius, Leszek Mozdzer, und Verneri Pohjola.
20 Jahre, in denen sich die Musikbranche radikal veränderte und es dem Label trotzdem gelang, gegen den Trend zu wachsen und stets am Puls der Zeit zu bleiben.
Ein Künstler, der diese Philosophie wie kein anderer verkörpert, ist ACT-Urgestein Nils Landgren. Mit Cæcilie Norby, Lars Danielsson, Michael Wollny und Wolfgang Haffner hat er Weggefährten zu den musikalischen Feierlichkeiten eingeladen, mit denen Mr. Redhorn eine oft jahrelange musikalische Zusammenarbeit verbindet. Der erste exklusive ACT-Künstler, der Gitarrist Nguyên Lê ist ebenso mit an Bord wie zwei neue ACT Talente, der finnische Trompeter Verneri Pohjola und die französische Saxofonistin Céline Bonacina, die gerade für einen Victoire du Jazz nominiert worden ist. Hier kommt keine wahllos aufgestellte ›Supergroup‹ zusammen, sondern enge Freunde, die durch viele Projekte längst zu einer gemeinsamen musikalischen Sprache gefunden haben.
Als Präludium der Jubiläumskonzerte erwartet die Besucher mit dem Solo-Set des polnischen Pianisten Leszek Możdżer außerdem ein wirkliches Phänomen des europäischen Jazz. Sein aktuelles, der polnischen Jazzlegende Krzysztof Komeda gewidmetes, Soloalbum ›Komeda‹ sorgte unlängst für eine Sensation: Das Album schaffte es innerhalb nur weniger Wochen auf Platz 1 der polnischen Pop(!)charts (noch vor Sting und Beyonce) und hat mittlerweile Doppel-Platin Status erreicht.
Am 2. Februar kann man sich diese grandiose Feier im Kammermusiksaal der Philharmonie ansehen. Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Weitere Termin sind:
München 3.2.
Düsseldorf 4.2.
Hamburg 5.2.
Matthias Kirsch
mehr als ein halbes Dutzend der ACT-Künstler auf einer Bühne stehen werden, als auch mit einer Clubtour und ausgesuchten Konzerten etwa
von Ulf Wakenius, Leszek Mozdzer, und Verneri Pohjola.
20 Jahre, in denen sich die Musikbranche radikal veränderte und es dem Label trotzdem gelang, gegen den Trend zu wachsen und stets am Puls der Zeit zu bleiben.
Ein Künstler, der diese Philosophie wie kein anderer verkörpert, ist ACT-Urgestein Nils Landgren. Mit Cæcilie Norby, Lars Danielsson, Michael Wollny und Wolfgang Haffner hat er Weggefährten zu den musikalischen Feierlichkeiten eingeladen, mit denen Mr. Redhorn eine oft jahrelange musikalische Zusammenarbeit verbindet. Der erste exklusive ACT-Künstler, der Gitarrist Nguyên Lê ist ebenso mit an Bord wie zwei neue ACT Talente, der finnische Trompeter Verneri Pohjola und die französische Saxofonistin Céline Bonacina, die gerade für einen Victoire du Jazz nominiert worden ist. Hier kommt keine wahllos aufgestellte ›Supergroup‹ zusammen, sondern enge Freunde, die durch viele Projekte längst zu einer gemeinsamen musikalischen Sprache gefunden haben.
Als Präludium der Jubiläumskonzerte erwartet die Besucher mit dem Solo-Set des polnischen Pianisten Leszek Możdżer außerdem ein wirkliches Phänomen des europäischen Jazz. Sein aktuelles, der polnischen Jazzlegende Krzysztof Komeda gewidmetes, Soloalbum ›Komeda‹ sorgte unlängst für eine Sensation: Das Album schaffte es innerhalb nur weniger Wochen auf Platz 1 der polnischen Pop(!)charts (noch vor Sting und Beyonce) und hat mittlerweile Doppel-Platin Status erreicht.
Am 2. Februar kann man sich diese grandiose Feier im Kammermusiksaal der Philharmonie ansehen. Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Weitere Termin sind:
München 3.2.
Düsseldorf 4.2.
Hamburg 5.2.
Matthias Kirsch
Posted by Matthias Kirsch, on Monday January 16, 2012 at 14:19
Paul McCartney verkündete kürzlich, daß sein nächstes Album eine Sammlung von romantischen Balladen und Standards sein wird und daß
Diana Krall und ihre Band ihn auf diesem Album begleiten werden.
Das bis jetzt noch ohne Titel in Arbeit befindliche Album wird am 7. Februar bei Concord Records erscheinen.
Zusätzlich zu den Standards und Coverversionen wird es auch zwei neue McCartney-Kompositionen auf diesem Album geben:
"My Valentine" und "Only Our Hearts".
Produziert wird das Ganze von Tommy LiPuma und einige Tracks wurden mit großem Orchester eingespielt.
Gastauftritte haben Eric Clapton und Stevie Wonder. Bassist John Clayton wird ebenfalls auf dem Album zu hören sein.
McCartney sagte zu der Ankündigung dieser CD, daß viele Beatles-Songs von frühen Standards inspiriert waren.
"Writers like Harold Arlen, Cole Porter, all of those guys—I just thought the songs were magical. And then, as I got to be a
songwriter I thought it’s beautiful, the way they made those songs.’”
Das Album wurde in den Capitol Studios in Los Angeles, in New York und London aufgenommen.
Zusätzlich zu den Standards und Coverversionen wird es auch zwei neue McCartney-Kompositionen auf diesem Album geben:
"My Valentine" und "Only Our Hearts".
Produziert wird das Ganze von Tommy LiPuma und einige Tracks wurden mit großem Orchester eingespielt.
Gastauftritte haben Eric Clapton und Stevie Wonder. Bassist John Clayton wird ebenfalls auf dem Album zu hören sein.
McCartney sagte zu der Ankündigung dieser CD, daß viele Beatles-Songs von frühen Standards inspiriert waren.
"Writers like Harold Arlen, Cole Porter, all of those guys—I just thought the songs were magical. And then, as I got to be a
songwriter I thought it’s beautiful, the way they made those songs.’”
Das Album wurde in den Capitol Studios in Los Angeles, in New York und London aufgenommen.
Posted by Matthias Kirsch, on Thursday December 22, 2011 at 10:33
Er wurde nur 36 Jahre alt und war gerade einmal einen knappen Meter groß, etablierte sich aber trotz seiner Behinderung zu einem der weltbesten Jazzpiano-Virtuosen unserer Zeit.
Die Rede ist von dem Jazz-Pianisten Michel Petrucciani, der seit dem 8. Dezember in dem Dokumentarfilm "Ein Leben gegen die Zeit" des Oscar-Preisträgers Michael Radford ("Der Postmann") portraitiert wird.
In Deutschland wurde Petrucciani durch den Schriftsteller, Publizisten und Fernsehmoderator Roger Willemsen bekannt, der ihn von Oktober 1994 bis Juni 1998 als Studiomusiker für seine damalige Sendung „Willemsens Woche" verpflichtete.
Petrucciani erblickt am 28. Dezember 1962 im südfranzösischen Orange das Licht der Welt und wird mit der Glasknochenkrankheit geboren, sodass er sich bei der Geburt schon etliche Knochen bricht.
Im Vorschulalter kommt er in Berührung mit Musik und dem Klavierspiel.
Sein Vater Antoine Petrucciani, ebenfalls Jazzmusiker, erkennt sein Talent und fördert ihn, sodass der kleine Petrucciani stundenlang mit Klavierspielen verbringt.
1982 geht Petrucciani nach Kalifornien, um die Welt zu erobern und spielt in der Gruppe von Charles Lloyd, mit dem er beim Montreux Jazz Festival musiziert und danach intensiv zusammenarbeitet.
Es folgen Auftritte beim Newport Jazz Festival und im Jazzclub Village Vanguard im Trio mit Palle Danielsson und Eliot Zigmund.
In New York tritt er mit weiteren großen Jazzmusikern auf, u.a. Dizzy Gillespie, Joe Lovano, Wayne Shorter, Jim Hall und vielen anderen.
„Gerne würde ich Ihnen sagen, ja ich leide sehr, ich habe viele Probleme, ich bin klein, behindert, habe keine Frau, ich habe ein sehr schwieriges Leben.
Aber nein, alles läuft prima. Ich führe ein ganz normales Leben mit Kindern, einer Frau, zwei Wohnungen- eine in Paris, eine in New York. Ich komme viel herum. So ist das"
Petrucciani ist also in der Königsklasse der Jazzmusiker angekommen, wird als erster Europäer beim amerikanischen Jazzlabel „Blue Note“ unter Vertrag genommen, spielt in Rom in Anwesenheit Papst Johannes Pauls II., gibt über 200 Konzerte im Jahr.
Doch seine viele Kräfte überdehnende Arbeit zehrt an ihm- Freunde versuchen ihn zu bewegen kürzer zu treten, worauf Petrucciani entgegnet, er habe Charlie Parker überlebt, der nur 34 Jahre alt wurde.
Der Film „Ein Leben gegen die Zeit“ stellt eine unterhaltsame, aufschlussreiche und absolut sehenswerte Dokumentation dar, die durch viele Interwievs von ehemaligen Lebensgefährtinnen, Familienangehörigen und musikalischen Wegesgenossen und durch interessantes und bewegendes Archivmaterial angereichert wird.
Ein rührendes Portrait über einen genialen bis zu seinem Tod lebenshungrigen Jazzvirtuosen, der 1999 in New York an einer Lungenentzündung starb. (David Manowski)
Petrucciani erblickt am 28. Dezember 1962 im südfranzösischen Orange das Licht der Welt und wird mit der Glasknochenkrankheit geboren, sodass er sich bei der Geburt schon etliche Knochen bricht.
Im Vorschulalter kommt er in Berührung mit Musik und dem Klavierspiel.
Sein Vater Antoine Petrucciani, ebenfalls Jazzmusiker, erkennt sein Talent und fördert ihn, sodass der kleine Petrucciani stundenlang mit Klavierspielen verbringt.
1982 geht Petrucciani nach Kalifornien, um die Welt zu erobern und spielt in der Gruppe von Charles Lloyd, mit dem er beim Montreux Jazz Festival musiziert und danach intensiv zusammenarbeitet.
Es folgen Auftritte beim Newport Jazz Festival und im Jazzclub Village Vanguard im Trio mit Palle Danielsson und Eliot Zigmund.
In New York tritt er mit weiteren großen Jazzmusikern auf, u.a. Dizzy Gillespie, Joe Lovano, Wayne Shorter, Jim Hall und vielen anderen.
„Gerne würde ich Ihnen sagen, ja ich leide sehr, ich habe viele Probleme, ich bin klein, behindert, habe keine Frau, ich habe ein sehr schwieriges Leben.
Aber nein, alles läuft prima. Ich führe ein ganz normales Leben mit Kindern, einer Frau, zwei Wohnungen- eine in Paris, eine in New York. Ich komme viel herum. So ist das"
Petrucciani ist also in der Königsklasse der Jazzmusiker angekommen, wird als erster Europäer beim amerikanischen Jazzlabel „Blue Note“ unter Vertrag genommen, spielt in Rom in Anwesenheit Papst Johannes Pauls II., gibt über 200 Konzerte im Jahr.
Doch seine viele Kräfte überdehnende Arbeit zehrt an ihm- Freunde versuchen ihn zu bewegen kürzer zu treten, worauf Petrucciani entgegnet, er habe Charlie Parker überlebt, der nur 34 Jahre alt wurde.
Der Film „Ein Leben gegen die Zeit“ stellt eine unterhaltsame, aufschlussreiche und absolut sehenswerte Dokumentation dar, die durch viele Interwievs von ehemaligen Lebensgefährtinnen, Familienangehörigen und musikalischen Wegesgenossen und durch interessantes und bewegendes Archivmaterial angereichert wird.
Ein rührendes Portrait über einen genialen bis zu seinem Tod lebenshungrigen Jazzvirtuosen, der 1999 in New York an einer Lungenentzündung starb. (David Manowski)
Posted by Matthias Kirsch, on Friday December 16, 2011 at 15:30
Die Stiftung Schleswig-Holstein Musik Festival hat bekannt gegeben, daß das internationale Jazzfestival ab 2012 von Nils Landgren geleitet wird. Außerdem gibt es dann eine neue Heimat für das Festival: das Hafengelände von Timmendorfer Strand. Die Konzerte werden dort in der Evers-Werft veranstaltet.
Die MusikWoche berichtet, daß Landgren den Fokus wieder mehr auf Künstler aus der Ostsee-Region legen will. Das Festival findet vom 29. Juni bis 1. Juli 2012 statt.
Unterstützung gab es nicht zuletzt auch von Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der eine Anschubfinanzierung für den Neustart zusagte.
Bleibt abzuwarten, wie sich das Festivalprogramm in den neuen Standort integrieren kann und ob das Publikum mitzieht.
In den letzten Jahren hatte sich JazzBaltica zu einem durchaus ernst zu nehmenden internationalen Festival entwickwelt, bei dem es nicht nur viel Neues zu entdecken gab,
sondern bei dem es auch immer wieder zu interessanten Begegnungen etablierter Musiker gekommen ist.
Unterstützung gab es nicht zuletzt auch von Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der eine Anschubfinanzierung für den Neustart zusagte.
Bleibt abzuwarten, wie sich das Festivalprogramm in den neuen Standort integrieren kann und ob das Publikum mitzieht.
In den letzten Jahren hatte sich JazzBaltica zu einem durchaus ernst zu nehmenden internationalen Festival entwickwelt, bei dem es nicht nur viel Neues zu entdecken gab,
sondern bei dem es auch immer wieder zu interessanten Begegnungen etablierter Musiker gekommen ist.
Posted by Matthias Kirsch, on Wednesday December 7, 2011 at 10:33
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