Deutsche Bahn zahlt Entschädigung an Hitzeopfer

Sonntag 18 Juli 2010


Die Deutsche Bahn machte diese Woche Schlagzeilen. 50 Grad und mehr mussten Passagiere in den Zügen ertragen, in denen die Klimaanlagen ausgefallen waren. Polizeiliche Ermittlungen sind eingeleitet worden, weil Züge zu spät gestoppt worden seien. Die Bahn bemüht sich um Wiedergutmachung und verspricht Entschädigungszahlungen.


Deutsche Bahn zahlt Entschädigung an Hitzeopfer

Die Deutsche Bahn zahlt Entschädigungen an die Hitzeopfer aus den defekten Zügen.

Die Deutsche Bahn ist aufgrund technischer Schwierigkeiten immer wieder in den Schlagzeilen. Diesmal jedoch besonders dramatisch, weil bei Außentemperaturen von 37 Grad offenbar die Klimaanlagen einiger ICE-Züge streiken und die Reisenden bei nicht zu öffnenden Fenstern in einer rollenden Sauna unterwegs sind. In der vergangenen Woche waren zahlreiche Fahrgäste aufgrund der Hitze im Zug kollabiert und mussten ärztlich behandelt werden.

Dabei ist der technische Defekt nicht der einzige Vorwurf, der an die Bahn gerichtet wird. Die Züge seien zu spät gestoppt worden, die Zugbegleiter hätten keine Hilfe geleistet, die Getränkeversorgung sei mangelhaft gewesen. Dass jetzt auch polizeiliche Ermittlungen eingeleitet worden sind, zeigt einmal mehr den Ernst der Lage. So bemüht sich die Bahn um Wiedergutmachung und verspricht allen Hitzegeschädigten aus den betroffenen ICE-Zügen eine Entschädigungszahlung.

Reisende, die sich aufgrund der unerträglichen Hitze im Zug ärztlich behandeln lassen mussten, sollen einen Reisegutschein erhalten, der den Wert des Fahrpreises um 150 Prozent übersteigt. Wer das Hitzeabenteuer gesund überstanden, jedoch nicht die Möglichkeit hatte, in einen klimatisierten Teil des Zuges zu wechseln, soll zumindest 50 Prozent des Fahrpreises erstattet bekommen. Als Nachweis für die Entschädigungsberechtigung dient die originale Fahrkarte.

Staff Writer



COMMENTS

1.gesendet von ebook leser am 20/07/2010 18:47
Hitzeschock für die Fahrgäste: In Waggons der Bahn soll es wegen der Ausfälle von Klimaanlagen noch heißer gewesen sein als bisher bekannt. In einem der Pannen-ICE seien laut einer internen Fehleranalyse Temperaturen über 70 Grad gemessen worden, berichtet nun "Frontal 21". Da sieht man, wo man hinkommt, wenn man ein Unternehmen auf Teufel komm raus privatisieren und an die Börse bringen will. Die Politiker sollten doch einsehen, dass manche Unternehmen besser im Staatsbesitz bleiben sollen.
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